Na gut, der Ausdruck "Nebel" ist nicht ganz richtig, aber wen stört das schon? Nebel sind Gas- und Staubmassen zwischen den Sternen. Und wie Sie sich sicher schon denken können... man unterscheidet wieder zwischen verschiedenen Typen: Reflexionsnebel: Diese Nebel werden durch das Licht benachbarter Sterne beleuchtet. Merope, ein Stern der Plejaden ist von einem blau leuchtenden Reflektionsnebel umgeben. Diese "Wolke" ist nur unter optimalen Bedingungen, und mit einem Teleskop sichtbar.
Emissionsnebel: ...sind die schönsten Nebel, zumindest auf Fotographien. Sie glühen das in rot oder grün. Gut beobachten kann man den Großen Nebel (M42). Er ist der mittlere Schwertstern des Orions.
Asorptionsnebel: Asorptionsnebel sind dunkle Wolken aus Gas und Staub. Ihre Aufgabe ist es, den Astronomen die Sicht zu versperren. Suchen Sie einfach mal das Band der Milchstraße mit einem Fernglas oder Teleskop ab, vielleicht finden Sie ja einen.
Planetarische Nebel: Da hat sich mal wieder jemand nichts dabei gedacht. Den Herren Astronomen fiel auf, dass diese Nebel wie Uranus oder Neptun gefärbt sind -zack- man nannte sie Planetarische Nebel. Heute weiß man natürlich, dass sie nichts mit Planeten zu tun haben, aber den Mut ihre Namen zu ändern hatte keiner. Na ja, wo waren wir stehengeblieben? Der Ring-Nebel in Lyra (M 57) wirkt in kleinen Teleskopen unfokussiert, aber in größeren erkennt man einen Gasring.
Orion-Nebel| Auf diesem Bild des Hubble Space Telescope sieht man hunderte von fernen Galaxien in einer Zeit, als das Universum nur ca. 1 Milliarde Jahre alt war. | ![]() |
Die Objekte, die ich gerade beschrieben habe
gehören zu unserer Galaxie, genannt
"Milchstraße". Doch damit
ist nur ein sehr kleiner Teil des sichtbaren
Universums (das auch wieder nur ein kleiner
Teil des ganzen Universums ist) abgedeckt.
Denn im gesamten All gibt es unvorstellbar
viele Galaxien. Diese Galaxien sind jedoch
nicht immer, so wie man sich eine Galaxie
vorstellt, in schönen Spiralarmen angeordnet:
Es gibt auch noch andere Typen, womit wir
wieder bei meiner tollen Listenführung
wären:
Spiralgalaxien: Eine
richtig schön verquirlte Galaxie, wie
unsere Milchstraße, gehört
zu den Spiralgalaxien. Dieser Typ ist recht
groß und häufig.
Schöne Beispiele sind die Andromeda-Galaxie
(M 31), die wir von der
Seite schon mit bloßem Auge erkennen
können. Die Spiralarme
sind z.B. bei M 81 im Großen Bären
gut zu erkennen.

Ellipsengalaxien: Die Riesen unter ihnen sind die größten Galaxien überhaupt. Mensch was soll ich noch schreiben... sie sind halt elliptisch... ach ja, wenn Sie wollen, schauen Sie sich M der verwaschene Fleck 87 in der Jungfrau im Teleskop an. Irreguläre Galaxien: Um es kurz zu machen: klein, lichtschwach, uninteressant; das heißt... wenn wir auf der Südhalbkugel wären, hätten wir die Kleine Maggelansche Wolke (KMW), aber von Deutschland aus... vergessen Sie diesen Typ einfach.
Außerordentliche Galaxien: Diese seltsamen Dinger haben durch irgendwelche außerordentlichen Einflüsse ihre außerordentlichen Eigenschaften angenommen, wie z.B. M 82 im Großen Bären, ein ziemlich seltsames Dingsda.
Seyfertgalaxien: Diese nach C. Seyfert benannten (das hätten Sie jetzt nicht gedacht) Spiralgalaxien haben einen hellen Kern. Da sich mein Buch in diesem Punkt widerspricht, indem es M 77 mal als Seyfert- mal als Spiralgalaxie bezeichnet, kann ich Ihnen keine Beobachtungstipps geben. Ich finde sowieso, dass man die Seyfertgalaxien einfach in Spiralgalaxien umbenennen sollte, aber mich fragt ja keiner.
Quasare: Quasare
oder QSOs sind Quasi Stellare Objekte (wenn Sie sich
das merken könnten, könnten Sie mit Stolz behaupten, Sie hätten
Zeug im Hirn, dass Sie nie mehr bräuchten (was würde das für
ein Satz werden, wenn ich in Versuchung käme, daran denken zu können,
noch mehr hätte-wenn-würde-Fragmente einzubauen)) sind die Kerne
von aktiven Galaxien (oder nicht?). Sie sind so unheimlich hell, dass ein
Amateur-Astronom (naja, sagen wir "Amateur" ist relativ) den nächsten
Quasar (3C273 Virginis) erkennen kann. 3C273 Virginis ist übrigens
3 Milliarden Lichtjahre (30.000.000.000.000.000.000.000 km, das sind 30
Trilliarden Kilometer) weit entfernt. Wenn Sie also heute ein Auto nehmen
und mit 30 km/h losfahren, sind Sie in 1 Trilliarde Stunden da. Mit der
Ökosteuer wird das ziemlich kostspielig, auch wenn Sie ein Drei-Liter-Auto
fahren, aber wenn Sie ein Teleskop mit 200mm Linsen- bzw. Spiegeldurchmesser
besitzen, können Sie ihn sich wenigstens schon mal anschauen. Hier
ein Bild (-:
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